Forex: EUR/USD nach erneutem Rückschlag erholt
Das Währungspaar EUR/USD erlitt gestern einen erneuten Rückschlag. Der tiefste Punkt lag bei 1,1876, nach dem Rückschlag im frühen asiatischen Handel konnte sich das Kurspaar nach aufkommenden Gewinnchancen wieder erholen und stieg bis zum gestrigen Mittag auf einen Kurs von 1,1991 und konnte das noch offene Gap schliessen.
Das für die gesamte EU-Zone gültige Sentix-Investitionsvertrauen stieg auf einen Wert von -4,1, nachdem zuvor ein Wert von -6,4 gemeldet wurde und eine Konsenseinschätzung in Höhe von -7,0% vorgelegen hat.
Nach der Veröffentlichung der Pläne über Sparmaßnahmen in Höhe von 80 Milliarden Euro durch die deutsche Bundesregierung und die Planung zur Einführung einer Bankenabgabe waren die Sorgen des Finanzmarkes wieder geweckt. Durch die massiven Einsparungen wurde ein konjunktureller Rückgang erwartet, der eine Trendwende bedeuten würde. Aktuell ist eine konjunkturelle Erholung und ein kleiner Aufschwung messbar und die Bekanntgabe der Auftragseingänge in der deutschen Industrie konnten positiv überraschen. Nachdem man mit einem Aufschwung von -0,4% gerechnet hatte, wurden tatsächliche 2,8% gemeldet. Ein etwas geringerer Wert, als die zuvor gemeldeten 5%, aber der Trend geht klar nach vorne.
Die Schuldenkrise in der EU bleibt weiterhin ein Problem und führt zu einem geringeren Vertrauen in die Stabilität des Euro. Selbst die gestrigen viel versprechenden Äußerungen der ungarischen Regierung können die im Finanzmarkt vorherrschende Angst vor Kursverlusten beim Euro nicht vollständig eindämmen. Selbst der von den 16 EU-Finanzministern gestern Abend präsentierte Rettungsschirm in Höhe von 750 Milliarden Euro führt nicht zu einem Abflauen der Skepsis gegenüber der aktuellen Finanzkrise. Ein Grund für die Skepsis kann unter anderen sein, dass die Schuldnerländer mit Krediten einspringen müssen, sofern Bedarf besteht, und somit Ihre Schuldenlast vergrößert würde. Durch die Beteiligung von Schuldnerländern an der Kreditvergabe und die Haftungsobergrenzen könnte das Rating suboptimal ausfallen, was in einer weiteren Skepsis im Forex Handel resultieren könnte..
Das ABC-Verbrauchervertrauen lag zuletzt bei einem Wert von -44.
EUR unter 1,38 CHF
Derzeit geht man in Finanzkreisen davon aus, dass ein Hedge Fund in größerem Stil Euro gegen Schweizer Franken verkauft und maßgeblich am aktuell starken Kurs des CHF beteiligt ist. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat dazu bislang kein Statement abgegeben. Der Euro fiel heute im Tagestief in 2 Schritten um insgesamt 100 Pips auf einen Wert von 1,3784 CHF.
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